99 Tools für die Leadgenerierung mit Social Media

Leadgenerierung Social MediaSoeben ein nützliches eBook von Hubspot gefunden: 99 Tools, um Leads mithilfe von sozialen Medien zu generieren. Das EBook ist auf Englisch und bietet eine Übersicht über Tools, die zum Teil auch kostenfrei sind. Viel Spaß beim Schmökern!

Quelle: Hubspot
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Facebook und Twitter – das neue Email und Telefon

Facebook und Twitter vs Email und Telefon

„Bist du bei Facebook?“ hat die Fragen „Was ist deine Telefonnummer?“ und „Gibst du mir deine Emailadresse?“ schon längst ersetzt. Mit neuen Bekannten habe ich schon lange keine Emailadresse oder Telefonnummer mehr ausgetauscht, sondern die Person als „Freund“ bei Facebook hinzugefügt. Was bei Facebook und Twitter jedoch erstaunlich ist, ist die ungemein schnelle und effiziente Kommunikation, die Email oder Telefon im Regelfall nicht gestatten.

Im Zuge einer Befragung von Reisebüros und Reiseveranstaltern zum Thema „Einsatz von sozialen Medien“ griff ich bei der Kontaktaufnahme mit den Unternehmen auf soziale Medien zurück. Ich schickte 8 Anfragen über Twitter und 9 über die jeweilige Facebook-Fanseite ab. 4 interessante Betriebe ohne Präsenz in sozialen Medien schrieb ich auch per Email an, 3 kontaktierte ich telefonisch.

Eine Anfrage auf Facebook wurde im Schnitt nach ungefähr 3 Stunden beantwortet. Die kürzeste Reaktionszeit lag bei circa 10 Minuten. Nach spätestens zwei Tagen hatte ich von allen (bis auf eine Ausnahme) eine Antwort – und zwar eine positive! Alle Reisebüros erklärten sich sofort dazu bereit, meinen Fragenbogen auszufüllen. Ich war sehr überrascht, aber andererseits wäre ein öffentliches Ablehnen vor allen anderen Fans für das Unternehmen auch nicht gerade förderlich. Viele retournierten den anschließend gesendeten Fragebogen auch innerhalb von nur 1-2 Tagen!
Bei den Anfragen über Twitter wurden 3 nicht beantwortet, scheinen doch einige Unternehmen einen Twitter-Account nur deswegen zu betreiben, da man ihn „haben muss, um dabei zu sein“, auch wenn nicht kommuniziert und selten getwittert wird.
Per Telefon bekam ich immer eine freundliche Auskunft, aber das Durchfragen, die Wartezeit und die Anwesenheit der geeigneten Ansprechperson machen diese Art der Kommunikation etwas aufwendig (nachtelefonieren!) und unbequem.
Auf die Emails gab es, wie erwartet, überhaupt keine Reaktion. Nur nach einer telefonischen Nachfrage wurde auf mein Anliegen reagiert. Dann allerdings freundlich und kooperativ.

Fazit: Ich war von der einfachen und schnellen Kommunikation auf Facebook und Twitter selbst sehr überrascht und werde diese Kanäle ab sofort verstärkt in meiner Kommunikation mit Unternehmen nutzen, soweit dies möglich ist. Anfragen über diese Plattformen scheinen für die meisten Unternehmen (zurzeit noch) besser wahrnehmbar, da sie nicht so zahlreich einlangen. Bei Emails hat man ohne telefonisches Nachfassen fast keine Chance, da die Inboxen der Unternehmen täglich mit Spam, Newslettern und anderen Emailfluten verstopft werden.

Wer hat selbst schon mal Anfragen über verschiedene Kommunikationskanäle gestartet und einen solchen Unterschied in der Reaktionszeit bemerkt?

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an: Bentour, REWE Touristik, Jumbo, Kuoni Schweiz, Columbus Reisen, Neckermann Reisen, Dertour, Stafa, TUI und Weltweitwandern, die den Fragebogen bereits retourniert haben sowie an Sta Travel, Mondial Reisen, Prima Reisen, die noch an der Beantwortung des Fragebogens arbeiten (und ihn mir hoffentlich noch schicken, sonst habe ich mich zu früh bedankt).

Eines negatives Beispiel möchte ich an dieser Stelle auch noch erwähnen: Bluebird Travel bemüht sich um einen guten Auftritt in sozialen Medien, hat das Prinzip dieser aber noch nicht verstanden. Die erste Kontaktaufnahme erfolgte per Telefon und eine freundliche Mitarbeiterin gab mir eine Emailadresse, an die ich meinen Fragebogen schicken sollte. Auf das Email bekam ich nie eine Antwort, aber dafür wurde von der Geschäftsleitung mein Xing-Profil besucht. Auch über Facebook wollte ich es nochmal versuchen und postete eine freundliche Anfrage. Gerade vorhin habe ich gesehen, dass diese von der Fanseite gelöscht wurde! Eine Rückmeldung habe ich bis heute nicht erhalten.

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60 Sekunden im Internet

60 Sekunden Im InternetQuelle: go-gulf.com

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Kundenservice auf brasilianisch

Brasilien

Flüge sind sehr leicht im Internet zu buchen und auch der Preisvergleich klappt gut. Wenn allerdings eine Webseite ein technisches Problem aufweist, gestaltet sich das Ganze doch nicht so einfach. Einen Inlandsflug wollte ich kürzlich bei GOL Transportes Aéreos, einer brasilianischen Billigfluglinie buchen. Der Flug war preislich interessanter als der auf TAM, aber bei der Buchung auf GOL kam ich einfach nicht weiter. Nach dem Einloggen und der Eingabe meiner Daten im ersten Schritt, poppte beim Klick auf „weiter“ ein Fenster auf mit: „Technischer Fehler. Wenn dieser weiterhin auftritt, kontaktieren Sie bitte die Fluglinie.“ Ich versuchte es zweimal, hatte aber kein Glück. Auch Tage später gab es noch immer das gleiche technische Gebrechen, und ich konnte die Buchung nicht abschließen. Ich befürchtete einen Preisanstieg, wenn ich die Reservierung nicht bald unter Dach und Fach bekam. Also beschloss ich, dieser Aufforderung des Pop-up-Fensters nachzukommen und wirklich die Fluglinie zu kontaktieren. Die Erwartung bei einer brasilianischen Billigfluglinie (übrigens die acht größte weltweit, sagt Wikipedia) etwas per Email zu erreichen war gleich null. Ich suchte auf der Seite weiter und fand einen Kundenservice, der auf einem Live-Chat basierte. Beim Einsteigen in diesen Chat erwartete ich jede Sekunde einen weiteren technischen Fehler, aber nein! – er funktionierte, und sofort meldete sich eine Mitarbeiterin im Chat und bot ihre Hilfe an. Ich erklärte das technische Problem mit der Reservierung. Die Mitarbeiterin fragte nach meiner Kundennummer, die ich mit dem Einloggen schon bekommen hatte und welchen Flug ich benötigte. Ich gab ihr die Daten durch und sie informierte mich über den Preis. Umgehend bestätigte sie die soeben abgeschlossene Reservierung: ich könne das Ticket in meinem persönlichen Konto auf der Seite sehen und ausdrucken. Die Bezahlung könne ich per „secured by Visa“ machen oder einfach bei meiner Ankunft in Salvador vor Ort mit der Kreditkarte. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Eine Flugreservierung per Live-Chat und ich hatte ihn noch nicht einmal bezahlt?!

Das nenne ich Kundenservice! Nicht ohne Grund erlebt Brasilien gerade einen Wirtschaftsaufschwung. Dazu gehört auch ein solcher Top-Service, den man bei anderen europäischen (Billig-)Airlines vergeblich sucht (Ich sage nur ‚Telefonwarteschleife‘ und ‚WC-Gebühr‘). Ich hoffe nun, dass mit der Flugreservierung alles klappt, aber nach meiner bisherigen Erfahrung mit GOL bin ich jetzt optimistisch.

Wer kann von ähnlich positiven Erfahrungen bezüglich Kundenservice eines Tourismusunternehmens berichten?

PS: Auch bei sozialen Medien ist GOL vorne dabei: Facebook mit 212.000 Fans, ein aktiver Twitter Account (das Lob für den Kundenservice habe ich dort schon kundgetan), ein Blog sowie ein Auftritt bei Orkut und Youtube. É impressionante!

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Social Media bei der Österreich Werbung – ein Interview

Österreich Werbung

Für meine Projektarbeit mit dem Arbeitstitel „Der Einsatz von Social Media als neue Chance für Reisebüros/Reiseveranstalter in Österreich?“ wollte ich auch die Österreich Werbung befragen, die auf dem Gebiet der sozialen Medien sehr gut aufgestellt ist. Seit 2005 gibt es bei der Österreich Werbung einen Youtube-Kanal, den Kulinarisch Reisen-Blog (den man leider erst nach einigem Suchen findet), eine Facebook Fanseite mit fast 30.000 Fans und es wird von mehreren Mitarbeitern getwittert.
Ich kontaktierte die Österreich Werbung über Twitter und Christian Lendl, zuständig für Brand Management und Strategie Digitale Medien, erklärte sich sofort bereit, mich bei meiner Projektarbeit zu unterstützen. Im Folgenden könnt ihr erfahren, welche Strategien und Überlegungen die nationale Tourismusorganisation Österreichs bei sozialen Medien verfolgt.

Welcher Kanal ist für die Österreich Werbung am wichtigsten und warum?
Derzeit ist Facebook der wichtigste Kanal, da hier die meisten Nutzer zu finden sind. In einzelnen unserer Märkte weltweit können auch andere Netzwerke wichtiger sein, beispielweise Japan oder Russland. Generell liegt der Fokus jedoch auf Facebook. Twitter wird derzeit nur für die B2B-Kommunikation verwendet, da im B2C-Bereich unserer Meinung nach noch keine interessante Masse vorhanden ist.

Welchen Stellenwert hat Social Media in der gesamten Online-Strategie?
Social Media hat bereits einen recht hohen Stellenwert. Vor allem im Bezug auf die Arbeitskraft, die wir investieren – weniger mit finanziellen Mitteln. Was die Kontakte angeht, sehen wir Social Media neben unserer Website als einen der wichtigsten Kanäle.

Was bringt Social Media aus Sicht der Österreich Werbung? Welche Ziele werden verfolgt?
Einerseits soll auf allen Kanälen auf die Marke „Urlaub in Österreich“ aufmerksam gemacht werden. Wenn sich ein potentieller Urlauber auf Facebook für Österreich interessiert, soll er es auch dort auffinden. Weiters dienen beispielsweise die Facebook-Fanpages der Kundenbindung. Österreich-Interessierte, die eine unserer Fanpages „geliked“ haben, werden immer wieder mit interessanten Informationen zum Thema „Urlaub in Österreich“ versorgt. Somit bleibt Österreich immer im Hinterkopf und die Chance, dass es auch bei der nächsten Urlaubsplanung in Betracht gezogen wird, steigt. Im B2B-Bereich dienen die verschiedenen Kanäle wie facebook.com/oesterreichwerbung oder twitter.com/austriatourism einerseits als weiterer Kommunikationskanal zur Branche, andererseits auch als Feedback-Kanal.

Kann man mit sozialen Medien die Bekanntheit der Marke „Urlaub in Österreich“ steigern?
Ja. Die Nutzer verbringen mehr und mehr Zeit online, daher ist es auch von Bedeutung, hier präsent zu sein und die Marke darzustellen.

Welche Trends zeichnen sich aus Eurer Sicht bei sozialen Medien für die nächsten Jahre ab?
In den nächsten Jahren werden wir die Verknüpfung von Social Media und Mobile sehr stark sehen. Hierbei werden vor allem Location Aware Services eine Rolle spielen, die dem Gast abhängig von seinem Aufenthaltsort jeweils die relevantesten Informationen zu Verfügung stellen.

Wieviele MarketingmitarbeiterInnen sind an den Social Media Updates beteiligt und wie viele Stunden pro Woche werden in diese Maßnahmen investiert?
Das Team „Strategie Digitale Medien“ arbeitet an neuen Technologien und gibt auch die Strategie für Social Media vor. Die einzelnen Updates auf den Pinnwänden unserer Walls kommen jedoch von den eMarketing-MitarbeiterInnen (weltweit etwa 20) in Zusammenarbeit mit unserem Urlaubsservice. Die Kolleginnen und Kollegen im Call Center monitoren neben den Facebook Fanpages auch Urlaubsforen und beantworten dort Fragen zu „Urlaub in Österreich“.

Existiert im Unternehmen eine Social Media Policy?
Ja.

Das Management will bei Social Media Marketing auch meist handfeste Zahlen sehen. Gibt es ein Messwerkzeug für SM Kampagnen?
Für die Messung von Social Media Aktivitäten können verschiedenste Parameter zugrunde gelegt werden. Aktuell messen wir jedoch nur die Kontakte bzw. Impressionen. Dies hilft uns vor allem einen Vergleich mit anderen Aktivitäten herstellen zu können. Wie viel mehr ein Fan auf Facebook, der ein Posting gesehen und vielleicht sogar geliked hat, wert ist, als jemand, der in der U-Bahn ein Plakat von uns sieht, ist Gegenstand künftiger Erörterungen.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Christian Lendl, der meine Fragen so ausführlich beantwortet hat. Ich werde Social Media Trends bei der Österreich Werbung weiter verfolgen und interessante Neuigkeiten hier veröffentlichen.

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Dos and Don’ts bei der Auslagerung von Social Media

Outsourcing Social Media

Die Auslagerung von Dienstleistungen ist in den letzten Jahren aufgrund von Einsparungen oder fehlenden Kapazitäten in den Unternehmen selbst in vielen Sparten sehr wichtig geworden. Der Social Media Industry Report 2011 zeigt, dass 59% der Marketingmitarbeiter, die ihre Arbeit in sozialen Medien gerade begonnen haben, bis zu fünf Stunden pro Woche in diesen Kanälen verbringen. Mitarbeiter, die sich jedoch schon länger mit diesem Thema beschäftigen, verbringen mehr als sechs Stunden mit der Pflege der sozialen Medien. Da diese Arbeit sehr zeitintensiv ist, würde es sich anbieten Social Media Aktivitäten auszulagern. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: zuerst einmal schafft man mit der Einbindung Dritter eine Abhängigkeit, und zweitens sind nicht alle Aufgaben für eine Auslagerung geeignet. Die Identität und der Ruf des Unternehmens stehen auf dem Spiel, da bei der Beauftragung einer externen Agentur auch Zugangsdaten weitergegeben werden, und vor Missbrauch ist niemand gefeit.

Keine Auslagerung der direkten Kommunikation mit Kunden
Das Unternehmen darf sich nicht vollständig aus den sozialen Medien ausklinken. Die direkte Kommunikation mit dem Kunden muss ein Verantwortlicher im Unternehmen selbst lenken. Diese bilden ja das Herzstück jeder Social Media Strategie. Kommunikation, die nicht authentisch ist, wird von Usern schnell als reiner Marketinggag entlarvt. Ausgelagerte direkte Interaktion spricht auch nicht für ein wirkliches Interesse des Unternehmens am Kunden. Für die direkte Kommunikation mit Kunden über soziale Netzwerke sollten zwei bis drei Mal pro Tag je ungefähr 15-20 Minuten eingeplant werden. Twitter- und Facebookanfragen sollten beantwortet, interessante Tweets weiterverbreitet werden.

Was kann ausgelagert werden?
– Einrichtung von Profilen und Konten in verschiedenen sozialen Netzwerken
– Erstellung von Statistiken und Reportings
– Recherche und Aufbereitung von relevanten Inhalten für die Webseite
– Eintragen der Unternehmens- Accounts in Listen (zB Twitter Verzeichnisse), um die eigene Bekanntheit zu steigern. Auf Facebook, Xing oder LinkedIn kann man fachspezifischen Gruppen beitreten oder neu gründen.
– Einrichten von automatischen Status-Updates: So können beispielsweise Twittermeldungen vorausgeplant und automatisch verschickt werden. Aber von einer überwiegenden Automatisierung von Tweets wird hier ausdrücklich abgeraten.
– Erstellung von Designs wie des Account-Hintergrundes von Twitter oder Facebook
– Monitoring der Aktivitäten
– Eintragen von Links in relevante Social-Bookmarking Portale wie delicious, Mr Wong, etc.
– Aufbau von neuen Followern auf Twitter oder das Bestätigen von neuen Kontakten auf Facebook

Bei der Auswahl des Outsourcing-Unternehmens sei angemerkt, dass es sich dabei nicht um eine Komplett-Agentur handelt sollte, die alles macht und ‚so nebenbei auch Social Media‘. Auf Referenzen achten und sich von Bekannten über soziale Netzwerke auch Empfehlungen geben lassen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Outsourcing von Social Media gemacht?

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6 häufige Fehler in der Social Media Strategie

Fehler bei Social Media

Viele Bücher sind darüber geschrieben worden, wie man in sozialen Medien erfolgreich ist. Aber wann vermasselt man seinen Social Media Auftritt? Übrigens, alle unten genannten Punkte sind nicht zur Nachahmung empfohlen.

1. Profile erstellen und nicht mehr updaten
In der ersten Euphorie des „Super, jetzt starten wir in Social Media durch!“ werden von Unternehmen oft Facebook-Seiten angelegt und Gruppen auf Xing oder LinkedIn kreiert. Nach dem Nachlassen der Begeisterung (oder durch schlechte Zeiteinteilung) findet man auf diesen Facebook-Seiten oft nur noch sporadische Einträge. Das bringt keine positiven Meldungen seitens der User. Aber nicht nur Unternehmen machen diesen Fehler. Auch Private legen in Xing, LinkedIn Profile an, die sie dann nicht mehr pflegen.
2. Kunden ignorieren
Ohne Eingehen auf Kunden und deren Probleme schrammt man am Herzstück von Social Media, dem Dialog, vorbei. Viele Firmen mögen bei der regelmäßigen Erstellung von neuen Inhalten zwar gute Arbeit leisten, aber vergessen dabei aufs Zuhören. Wo wird was von wem über mein Produkt gesagt? Genau das muss ein Unternehmen herausfinden, um am Ball zu bleiben. Dass für diese Suche dieser Informationen im Web genug Zeit eingeplant werden sollte, ist hiermit hoffentlich gesagt.
3. Nur die Marketingabteilung darf das Unternehmen nach außen hin repräsentieren
Stimmt nicht. Jeder Mitarbeiter ist ein Botschafter des Unternehmens! Daher kann jeder wertvollen Inhalt für die Zielgruppe schaffen. Einige Regeln müssen von jedem eingehalten werden und diese lassen sich mit „Hausverstand“ am besten beschreiben. Wenn mehrere Mitarbeiter an der Erstellung von neuem Content mitarbeiten, kann Kunden häufiger Neues geboten werden.
4. Social Media-Beiträge müssen vom Management vorher freigegeben werden
Tja, nach wie vielen Wochen kann dann die Marketingabteilung eines großen Konzerns mit der Freigabe eines Tweets rechnen? In einem real-time Medium ist ein alter Beitrag Schnee von vorgestern. Auch in anderen Kanälen muss schnell reagiert werden. Eine Antwort auf eine User-Frage auf der Facebook-Fanseite nach fünf Tagen? Das wird von Kunden sicher mit bösen Kommentaren quittiert und zwar schnell und nicht erst Tage später.
5. Diskussionen vermeiden
„Bloß keine Diskussionen mit den Usern entfachen. Das könnte leicht ins Negative kippen.“ Wieder falsch gedacht! Aktive Diskussionen machen Beiträge erst interessant und regen andere Nutzer zum Mitdiskutieren an. Links und weitere Informationen können leicht geteilt werden.
6. Nach 3 Wochen das Handtuch werfen
Die Partizipation in sozialen Netzwerken erfordert einen langen Atem. Wer nach drei Wochen bereits wieder aufgibt, hat nichts erreicht und viel Potenzial verschenkt. Kundenbindung aufzubauen erfordert Zeit und Geduld.

PS: Welche Fehler könnt ihr der Liste noch hinzufügen?

nach: Hubspot

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Poysdorf – von Schamanen, Sekt und Saurüsseln

Weinbergschnecke

Eine Marktstudie über das Poysdorfer „Vino Versum“ im Rahmen unseres Lehrgangs brachte einige meiner KollegInnen und mich dieser Tage nach Poysdorf im Weinviertel. Poysdorf ist eine kleine Stadt mit 5.500 Einwohnern und rund 40 Winzern, die schon viele Auszeichnungen erringen konnten. 25 Millionen (!) Liter Sektgrundwein werden dort pro Jahr hergestellt. Hauptsorte in der Region ist der grüne Veltliner. Die gepflasterten Kellergassen der Stadt gelten als die ursprünglichsten in der Region.
Die Stadt lebt nicht nur von der Weinproduktion, sondern auch vom Ausflugstourismus. Alle touristischen Aktivitäten wurden vor rund fünf Jahren unter den Begriff „Vino Versum – Wein-Erlebnis-Welt“ gestellt. Der Name geht ins Ohr und hat Potenzial, wobei an der Positionierung und der Präsenz der Marke sicher noch gearbeitet werden muss (anfangs war uns nicht klar, was „Vino Versum“ genau beschrieb: ein Museum? Eine Weinmarke?).

Vino Versum – die Wein-Erlebnis-Welt auf einem Quadratkilometer
Das Vino Versum ist beschrieben als „Ein Quadratkilometer Wein-Erlebnis“ zu dem unter anderem folgendes zählt: das Weinstadtmuseum, diverse Gasthöfe und Heurige, die „Gstettn“ und das Informationszentrum mit dem Weinmarkt. Die beiden letzten bilden, in Ermangelung eines richtigen Hauptplatzes, das Zentrum des Vino Versums. Dort kann sich der Besucher mit Prospekten versorgen, Traktorrundfahrten durch die Kellergassen buchen und seinen eigenen Vorrat an Saurüssel aufstocken. Nein, letztere haben mit dem Offensichtlichen nichts zu tun. Sie bezeichnen den typischen grünen Poysdorfer Veltliner, der bestimmte Gütekriterien erfüllen muss, um diesen Namen führen zu dürfen.

In der „Gstetten“, einem dörflich anmutenden Areal in der Stadt mit Heurigen und der Kulturbühne Poydium, befindet sich auch die Schlumberger Sektwelt, die Maximilian Riegelhofer Senior vor rund fünf Jahren eröffnet hat. Sein Herzblut (und laut seiner Familien auch zu viel Geld) hat er in die Sammlung von 300 Sektkühlern, Sektgläsern und sonstigen Kuriosa aus aller Welt gesteckt. Das grösste Sektglas hat es ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Bei der Führung durch den Keller weiß Herr Riegelhofer zahlreiche Anekdoten rund um den Sekt und dessen Produktion zu erzählen. Die alten Weinpressen (das älteste Stück aus Frankreich stammt aus dem 19. Jhd) hat er zum Teil im Garten aufstellen lassen, der noch bis zum Sommer mit von ihm in Auftrag gegebenen Kunstwerken verschönert werden soll. Eine weitere Leidenschaft, so lässt uns Herr Riegelhofer wissen, gilt der Zucht von Weinbergschnecken, die zwischen den alten Weinpressen im Garten prächtig gedeihen. „Vorsicht! Zertreten Sie mir meine Schnecken nicht. Die sind mir heilig!“, ruft er aus, als wir näher treten, um die Tiere genauer zu inspizieren. Auf meine verwunderte Frage, was denn mit den ganzen Schnecken denn letzten Endes geschehe (ich erinnerte mich wehmütig an meine eigene erfolglose Schneckenzucht in Kindertagen, aus der alle „Zuchttiere“ bereits nach einem Tag aus dem Gehege, einer roten Kinderscheibtruhe, entflohen), beginnt er plötzlich von dem einmal im Jahr stattfindenden Familienmahl zu schwärmen, bei dem die kleinen Lieblinge mit herrlichen Saucen serviert werden. Also doch nichts mit wahrer Tierliebe. Gegen Mittag endet die Kurzführung. Der nächster Termin des Herrn Riegelhofer wartet: Karl Merkatz beehrt an diesem Tag die Weinstadt und muss vom abgeholt werden.

Einmal St. Petersburg und zurück
Eine weitere Attraktion des Vino Versums ist das Weinstadtmuseum. Beim Betreten dieses ehemaligen Bürgerspitals steht man fast unmittelbar in der Barbarakapelle, in der zurzeit eine Ausstellung über Schamanismus zu sehen ist. An den hinteren und seitlichen Wänden der christlichen Kapelle hängen willkürlich verteilt Masken, Kleidungsstücke und andere Schaustücke. Mittendrin grinst uns Bob Marley entgegen. Was das alles in einer christlichen Kapelle zu suchen hat und was Poysdorf mit Schamanismus am Hut hat, ließ sich nicht genau eruieren.
Beate, ein weiteres sympathisches Poysdorfer Urgestein, führt uns auch noch durch den Rest des Museums, in dem (nachgemachte) griechische Amphoren ebenso zu sehen sind wie Mammutknochen, Öfen aus der Jungsteinzeit (oder wars die Bronzezeit?), Kleidungsstücke aus dem vorigen Jahrhundert und alte Maschinen für die Weinproduktion. Der Schaukeller lässt die alten Zeiten wieder aufleben, als die Poysdorfer Kutscher ihren Wein in Fässern noch bis St. Petersburg lieferten. Beates umfangreichen Erklärungen zur Weinherstellung zu folgen war aber nicht immer so leicht, muss Poysdorferisch doch von Kindesbeinen an gelernt sein.

Wein & Golf
Der anschließende Besuch des 18-Loch-Golfplatzes und des vier Sterne Hotels Veltlin ist nach den alten Weintraditionen ein Sprung in eine andere Welt. Anlässlich einer Fernsehsendung über das Weinviertel ist im Hotel auch ein Kamerateam anwesend. Ansprachen des Bürgermeisters und eine zünftige Blasmusi dürfen dabei selbstverständlich nicht fehlen. Die in Tracht gekleideten Ortsvertreter freuen sich über die kostenlose Werbung findet doch ein Teil der niederösterreichischen Landesausstellung 2013 in Poysdorf statt.

Gebrauchsanweisung für Poysdorf
Wenn Sie Poysdorf besuchen seien noch die zwei Lektionen erwähnt, die wir an diesem Tag gelernt haben: nehmen Sie sich vor dem aggressiven Verkehr auf der Hauptstrasse in acht (die tschechischen und polnischen LKW-Fahrer haben es eilig!) und passen Sie im Garten der Sektwelt bitte auf die kriechenden Leckerbissen von Herrn Riegelhofer auf. Der gefrässige Igel richtet schon genug Schaden an.

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Social Media in Reisebüros – eine Analyse von TUI Austria

Social Media

Wie Österreichs Marken in den Social Media Kanälen abschneiden, errechnet die Seite socialmediaranking.at. Der Score ergibt sich aus der Popularität der Marke, der eigenen Aktivität in sozialen Medien und der Interaktion zwischen Unternehmen und Fans. Die Aktivität der Fans wird dabei jedoch höher gewichtet als die eigene. Die Basis für alle Berechnungen bilden Twitter und Facebook.

Österreichische Tourismusunternehmen auf socialmediaranking.at
Holger Sicking analysierte im Blog der Österreich Werbung die Position von 500 relevanten touristischen Unternehmen. Dabei fällt auf, dass in den Rankings die Reisebüros, die mich für meine Projektarbeit interessieren, nur sehr bescheiden vertreten sind. Tourismusorganisationen und Hotels dominieren die Wertung.

TUI sehr aktiv in sozialen Medien
Bei TUI Austria bemerkte ich vor einiger Zeit, dass das Unternehmen auf vielen verschiedenen Social Media Kanälen vertreten ist und somit geradezu eine Vorreiterrolle einnimmt: Es gibt eine Facebook-Seite, einen YouTube Kanal (seit Ende 2008), zwei Blogs und seit Juni 2009 wird getwittert. TUI Austria liegt im socialmediaranking.at-Gesamtranking von heute auf Platz 258. Ich habe TUI Austria kontaktiert und der Verantwortlichen Anja Fritsch einige Fragen zu Social Media gestellt. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Informationen und die unkomplizierte Beantwortung meiner Fragen.

Facebook wichtigster Kanal für TUI Austria
Für TUI sind soziale Medien eindeutig positiv behaftet. Sie fördern Kundennähe und Kundenbindung, da im Gegensatz zu offline Marketing die Reaktion auf einzelne Maßnahmen sofort sichtbar wird und somit der Erfolg von Kampagnen ad-hoc gemessen werden kann. Der Verkauf über diese Kanäle steht, wie in den meisten anderen Unternehmen, die in sozialen Medien vertreten sind, zurzeit nicht im Vordergrund.
Bei der Frage nach dem wichtigsten Kanal war die Antwort wenig überraschend: „Facebook“. Ziel dieses Mediums ist die Interaktion mit den Fans. Der Fokus auf diesen Kanal ist leicht nachvollziehbar, sind doch laut Baker rund 2,5 Mio. User in Österreich auf Facebook aktiv (das gibt im Vergleich zum letzten Halbjahr eine Steigerung um 14% bzw. rund 300.000 Mitglieder). Die Suche nach der betreffenden TUI Fanseite direkt auf Facebook gestaltet sich jedoch zunächst nicht ganz einfach, da zahlreiche Fanseiten von Tochterfirmen in ganz Österreich eingerichtet wurden. Über die Webseite tui.at gelangt man schließlich zur Seite ‚TUI Österreich‘ mit ca. 5000 Fans. Es gibt regelmäßige, relevante Postings, Gewinnspiele und rege Interaktion mit dem Fanpool.

Sorgfältige Ressourcenplanung erforderlich
Dass Social Media Marketing einen nicht unbeträchtlichen Personaleinsatz erfordert, mag vielen Unternehmen bei ihrem ersten Sprung in Facebook & Co. nicht ganz bewusst sein. Natürlich sind diese Medien grundsätzlich kostenfrei. Der aktive Einsatz als Marketingmittel erfordert jedoch Zeit und Personal, sonst wird aus kostenlos gleich ’sinnlos‘. Bei TUI beschäftigt sich eine Mitarbeiterin knapp die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit der Pflege der Social Media Kanäle (Updates, Dialoge, Gewinnspiele, Twitter etc.).

Hoher Stellenwert von Social Media auch in Zukunft
Laut Anja Fritsch werden soziale Kanäle auch in Zukunft einen großen Stellenwert in der gesamten Online Marketingstrategie bekommen. Die Fragen, die TUI dabei hinkünftig begleiten werden sind denen, die wir bereits aus dem 2011 Social Media Marketing Industry Report kennen, sehr ähnlich. Im Vordergrund steht hier vor allem die Frage der Messbarkeit. Wie kann Erfolg gemessen werden und wie können die Auswirkungen von Social Media Aktivitäten auf das Online Buchungsverhalten bestimmt werden? Bei der Beantwortung dieser Punkte soll in Zukunft eventuell auch ein eigenes Tool unterstützend eingesetzt werden. Auch wird über eine Einbindung weiterer Mitarbeiter auf den Social Media Kanälen nachgedacht.

Weitere Blogeinträge zu sozialen Medien im Tourismus wird es in Kürze hier geben.

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Nutzung von Social Media weltweit

Auf der Suche nach aktuellen Nutzerzahlen von sozialen Netzwerken, bin ich auf ein paar interessante Grafiken und Zahlen gestossen.

Zeit, die für soziale Netzwerken privat und beruflich pro Monat aufgewendet wird:
Social Network Usage

Facebook
– mehr als 500 Millionen aktive User (vor einem Jahr waren es 350 Millionen)
– 50% der aktiven User loggen sich jeden Tag ein
– der durchschnittliche Nutzer hat 130 Freunde
– 700 Mrd. Minuten werden pro Monat von allen Usern auf Facebook verbracht

Ganz aktuelle Nutzerzahlen von Facebook sind auf dieser Seite zu finden und zeigt einen Split nach Ländern.

Twitter
Twitter ist vor allem in den USA und Großbritannien populär. Im März 2011 wurden durchschnittlich 95 Millionen Tweets pro Tag geschrieben, 250% mehr als noch vor einem Jahr. Die Zahl der registrierten Nutzer beträgt laut Twitter zur Zeit 175 Millionen. Viele davon nutzen den Service jedoch nicht aktiv.

LinkedIn
Vor einem Jahr nutzten 50 Millionen Menschen LinkedIn. Jetzt gibt es bereits 100 Millionen registrierte Nutzer,mehr als 20 Millionen davon in der EU. Mehr als eine Million Firmen besitzen eine eigene Firmenseite.

XING
Mit Dezember 2010 hatte XING 10 Millionen Mitglieder weltweit.

YouTube
Pro Minute werden auf Youtube 24 Stunden an Videomaterial hinaufgeladen. Pro Tag werden von allen Nutzern 2 Mrd. Videos angesehen.

Wikipedia
Auf Wikipedia finden sich zur Zeit 17 Millionen Artikeln, die von 91.000 aktiven Autoren geschrieben werden.

Eine Animation zeigt in Echtzeit, in welchen Dimensionen Social Media Aktivitäten im Netz ablaufen.
Echtzeitanimation

Und die Userzahlen für Social Media steigen und steigen…

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